Zu Weihnachten und Silvester ist eine gute Gelegenheit, die eigene Videokamera mal wieder herauszuholen und ein paar schöne Aufnahmen von den Feiertagen mit der Familie zu machen. Auch viele Fotokameras liefern inzwischen qualitativ sehr gute Videoaufnahmen, vielleicht eine gute Gelegenheit, dies einmal auszuprobieren?
Basierend auf einem aktuellen englischen Blog-Artikel “8 Tips for Shooting Better Video During the Holidays” möchte ich hier die meiner Meinung nach wichtigsten 5 Tipps geben und mit eigenen Anmerkungen versehen:
1. Benutzen Sie soviel Licht wie möglich: Videokameras liefern ein “grieseliges” Bild, wenn sie nicht genug Licht bekommen. Da ist die schöne Stimmung in den Bildern dahin. Auch der Autofokus arbeitet bei dunklem Licht manchmal fehlerhaft. Also: machen Sie soviel Licht an wie möglich, wenn Sie Bilder von der Familie im Kerzenschein filmen möchten. Später beim Zusammenschneiden können Sie in Ihrer Schnittsoftware den “Gammawert” herunterstellen und erhalten meistens ein gutes Ergebnis. Die Bilder werden dann wieder dunkler, sind aber viel schärfer und farblich besser, als wenn Sie im Halbdunkel aufgenommen hätten.
2. Kinder von unten aufnehmen: Filmen Sie nach Möglichkeit Ihre Kinder nicht von oben herab aus der Sicht eines Erwachsenen, sondern halten Sie die Kamera ganz tief, entweder auf Augenhöhe des Kindes oder sogar noch tiefer, um die Kleinen ganz gross zu zeigen. Die Bilder sehen deutlich interessanter aus!
3. Benutzen Sie wenig Zoom: Die meisten Anfänger drehen beim Filmen am Zoom-Hebel hin und her, weil es so schön bequem ist. Aber wann haben Sie im Fernsehen das letzte Mal einen Zoom gesehen? Benutzen Sie ihn lieber ganz sparsam und gehen Sie stattdessen so oft wie möglich selbst ganz nah an die Gesichter heran, wenn Sie diese zeigen möchten. Sie erhalten wesentlich ruhigere und schönere Bilder. Wenn Sie zoomen müssen, dann machen Sie zwischendurch die Kamera besser aus. Also erst eine Aufnahme aus der Ferne, Kamera aus, heranzoomen, Kamera wieder an und weiterfilmen.
4. Bewegen Sie die Kamera extrem langsam: keine schnellen Schwenks, keine Wackler. Tragen Sie die Kamera wie eine randvoll gefüllte Schüssel mit Wasser und bewegen Sie sich nur in Zeitlupe.
5. Möglichst viel herausschneiden: Bei der anschließenden Videobearbeitung am PC sollten Sie sich von möglichst vielen Aufnahmen trennen, auch wenn es manchmal schwer fällt. Zeigen Sie lieber viele kürzere Einstellungen im Wechsel und möglichst wenig doppelte Szenen. Dann sehen sich vielleicht auch Ihre Enkelkinder den fertigen Film später noch gerne an!
In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern und Kunden ein schönes friedliches Weihnachtsfest!

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