Sa 13 Mrz 2010
Wann kommen Premium-Leistungen bei Videoportalen?
Geschrieben von admin unter Dies und Das, Marketing-Tipps
Kennen Sie das wunderbare Videoportal vimeo.com? Es ist eines der wenigen, in denen Premium-Leistungen als “Vimeo-Plus”-Mitgliedschaft zu einem akzeptablen Preis (ca. 60 USD/Jahr) angeboten werden:
- es gibt z.B. ein wunderbar flüssiges HD-Streaming (im Gegensatz zu YouTube, wo ich bei HD-Videos immer mal wieder Nachlade-Hakler erlebe),
- der Videoplayer lässt sich vielfältig anpassen und auch ohne das Logo des Videoportals nutzen (nicht so bei YouTube)
- es wird keine Werbung eingeblendet (nicht so bei YouTube)
- es können beliebig viele Groups, Channels und Albums angelegt werden und diese können sogar auf vielfältige Weise nur für ausgewählte Zuschauer freigeschaltet werden: nur für die eigenen verlinkten Kontakte, nur für selbst ausgewählte Benutzer oder sogar Passwort-geschützt (alle diese Einschränkungsmöglichkeiten sucht man bei YouTube leider vergebens)
Eigentlich müsste Vimeo also sehr schnell zum Lieblings-Videoportal vieler Webmaster aufsteigen. Es gibt nur leider einen Haken: das Portal erlaubt keine kommerziellen Videos. Zum einen möchte der Anbieter auf seiner Videoplattform einen Community-Charakter behalten, zum anderen hat dies natürlich mit Traffic-Kosten zu tun -Â in der Annahme, dass gewerblich genutzte Videos im Schnitt mehr Besucher haben werden als die meisten privaten Videos.
Alternativen gibt es, jedoch sind diese meist noch etwas kostspielig. Kleine Premium-Pakete gibt es z.B. bei vzaar.com ab 15 USD/Monat, je nach Anzahl der Video-Abrufe können es aber auch 300 USD im Monat werden.
Ich frage mich, wann YouTube mit einem Premium-Dienst starten wird, der ähnliche Vorteile bietet. Die Zeit wäre doch eigentlich reif dafür und durch die Marktführerschaft in Sachen Video müssten sich auch recht günstige Traffic-Pakete schnüren lassen (wenn nicht sogar wie bisher unbegrenzte Abrufe erlaubt werden könnten).
Derweil kann natürlich jeder Webmaster seine Flashvideos auch ganz einfach von seinem eigenen Webserver hosten lassen, hat dann freie Wahl des Players, der Größe und Auflösung und weitergehende Möglichkeiten. Alle bei 22colors produzierten Videos werden mit einem Videoplayer ausgeliefert, es müssen dann lediglich drei Dateien auf den Server kopiert und ca. 10 Zeilen HTML-Code in die Webseite eingefügt werden. Wenn allerdings hunderte oder gar tausende von Besuchern die selbst gehosteten Videos gleichzeitig abrufen, könnte man hier schnell an die Grenzen des Servers bzw. dessen Anbindung stoßen. Spätestens dann muss ein professioneller Videohoster her.


